SCHEI­DUNG UND TREN­NUNG ALS CHAN­CE FÜR POSI­TI­VEN WANDEL

Die Tren­nung von einer Part­ne­rin oder einem Part­ner stellt für vie­le Men­schen eine tief­grei­fen­de Belas­tung dar. Kon­flik­te, emo­tio­na­le Span­nun­gen sowie Unsi­cher­hei­ten hin­sicht­lich der per­sön­li­chen, fami­liä­ren und beruf­li­chen Zukunft gehen häu­fig mit erhöh­tem psy­chi­schem Stress ein­her. Zusätz­lich ent­ste­hen recht­li­che, orga­ni­sa­to­ri­sche und sozia­le Her­aus­for­de­run­gen, die den All­tag erheb­lich beein­träch­ti­gen können.

Gera­de in sol­chen Kri­sen­si­tua­tio­nen sind jedoch Klar­heit, emo­tio­na­le Sta­bi­li­tät und die Fähig­keit zu reflek­tier­tem Han­deln von zen­tra­ler Bedeu­tung. MBSR (Mindful­ness-Based Stress Reduc­tion) setzt an die­sem Punkt an und bie­tet wis­sen­schaft­lich fun­dier­te Metho­den zur Stress­be­wäl­ti­gung und Ressourcenstärkung.


MBSR – 
Mindful­ness-Based Stress Reduction

MBSR wur­de 1979 von dem Mole­ku­lar­bio­lo­gen Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn an der Uni­ver­si­ty of Mas­sa­chu­setts ent­wi­ckelt und seit­her kon­ti­nu­ier­lich wis­sen­schaft­lich unter­sucht. Das 8‑Wo­chen-Pro­gramm basiert auf Ver­fah­ren zur Stress­re­duk­ti­on und fin­det heu­te Anwen­dung in psy­cho­lo­gi­schen, medi­zi­ni­schen und päd­ago­gi­schen Kontexten.


Empi­ri­sche Stu­di­en wei­sen dar­auf hin, dass MBSR unter ande­rem fol­gen­de Wir­kun­gen ent­fal­ten kann:

  • Reduk­ti­on von Stress und stress­be­ding­ten Belastungsreaktionen
  • Ver­rin­ge­rung psy­chi­scher Sym­pto­me wie Angst, depres­si­ve Ver­stim­mun­gen und Grübelneigung
  • Unter­stüt­zung bei der Regu­la­ti­on pro­ble­ma­ti­scher Ver­hal­tens­wei­sen, etwa im Zusam­men­hang mit Sub­stanz­kon­sum oder Essverhalten
  • För­de­rung von sub­jek­ti­vem Wohl­be­fin­den und all­ge­mei­ner Gesundheit
  • Stär­kung von Resi­li­enz und immu­no­lo­gi­schen Funktionen
  • Ver­bes­se­rung der Schlaf­qua­li­tät, Auf­merk­sam­keit und Impulskontrolle
  • För­de­rung von Selbst­für­sor­ge, Mit­ge­fühl und zwi­schen­mensch­li­cher Beziehungskompetenz

Auch in phi­lo­so­phi­schen Tra­di­tio­nen wird Kri­sen­be­wäl­ti­gung als Ent­wick­lungs­po­ten­zi­al ver­stan­den. Der bud­dhis­ti­sche Leh­rer Thích Nhất Hạnh beschreibt in sei­nem Buch „Ohne Schlamm kein Lotus“ die Mög­lich­keit, leid­vol­le Erfah­run­gen als Grund­la­ge per­sön­li­cher Rei­fung und inne­ren Wachs­tums zu nutzen.


Ziel­set­zung des Trai­nings im Trennungsprozess

Das Ein­zel­trai­ning, wel­ches ange­legt ist an die MBSR Metho­de, ver­folgt ins­be­son­de­re fol­gen­de Zielsetzungen:

  • Stär­kung und Erwei­te­rung indi­vi­du­el­ler Ressourcen
  • För­de­rung von Resi­li­enz, emo­tio­na­ler Sta­bi­li­tät und Gelassenheit
  • Sen­si­bi­li­sie­rung für per­sön­li­che Gren­zen und Bedürfnisse
  • Ver­mitt­lung von Stra­te­gien zur Stressbewältigung
  • Erler­nen von Ent­span­nungs- und Achtsamkeitstechniken
  • Ver­bes­se­rung von Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Konfliktkompetenzen
  • För­de­rung von Selbst­für­sor­ge und Selbstmitgefühl
  • Unter­stüt­zung bei der Ent­wick­lung von Ori­en­tie­rung und Zukunftsperspektiven
  • Inte­gra­ti­on hilf­rei­cher Bewäl­ti­gungs­stra­te­gien in den Alltag

 

Metho­di­sches Vorgehen

Im Rah­men des Trai­nings kom­men unter ande­rem fol­gen­de Metho­den aus MBSR zur Anwendung:

  • Ver­fah­ren zur Stress- und Emotionsregulation
  • Übun­gen zur Kör­per­wahr­neh­mung und Entspannung
  • Psy­cho­edu­ka­ti­ve Inhal­te aus der Stresspsychologie
  • Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ana­ly­se und kom­mu­ni­ka­ti­ve Handlungstechniken
  • Refle­xi­ons- und Selbsterfahrungsübungen
  • Acht­sam­keits- und Meditationstechniken

Zwi­schen­mensch­li­che Bezie­hun­gen zäh­len zu den zen­tra­len Quel­len psy­chi­scher Belas­tung, zugleich jedoch auch zu den wich­tigs­ten Ent­wick­lungs­fel­dern mensch­li­cher Erfah­rung. Tren­nung und Schei­dung kön­nen daher erheb­li­che Aus­wir­kun­gen auf das emo­tio­na­le Gleich­ge­wicht sowie auf die psy­chi­sche und kör­per­li­che Gesund­heit haben. Ein MBSR Trai­ning kann dabei unter­stüt­zen, die­se Lebens­pha­se nicht aus­schließ­lich als Kri­se, son­dern auch als Mög­lich­keit per­sön­li­cher Ent­wick­lung und Neu­ori­en­tie­rung zu ver­ste­hen und bie­tet Unter­stüt­zung und Halt.

Durch mei­ne lang­jäh­ri­ge Erfah­rung in der Ver­mitt­lung von MBSR habe ich wie­der­holt beob­ach­tet, wel­chen nach­hal­ti­gen Nut­zen Teil­neh­men­de aus die­ser evi­denz­ba­sier­ten Metho­de zie­hen. MBSR kann als wirk­sa­me Form der Hil­fe zur Selbst­hil­fe ver­stan­den wer­den: Die erlern­ten Übun­gen und Stra­te­gien ste­hen Ihnen eine Leben lang zur Ver­fü­gung, ent­we­der mit einem Ein­zel­trai­ning oder dem MBSR 8‑Wo­chen-Kurs.

Ger­ne beglei­te ich Sie auf Ihrem indi­vi­du­el­len Weg!

Für Ter­min­ver­ein­ba­run­gen kon­tak­tie­ren Sie bitte:

Julia Pries­ner
E‑Mail: office@zentrum-sonnendeck.at
Tel.: 0650 / 570 60 90

DIE KOST­BAR­KEIT DER ACHT­SAM­KEIT – DAS LEBEN BEWUSST GESTALTEN

Wie kann ich einen Ham­mer aus der Hand legen?

Indem mir bewusst ist, dass ich ihn in der Hand halte!

Und dafür braucht es die Fähig­keit zur Wahrnehmung. 

Acht­sam­keit lehrt uns Wahr­neh­mung bewusst zu lenken: 

auf Kör­per­emp­fin­dun­gen – Gewicht des Ham­mers, Beschaf­fen­heit des Griffes;

auf Gedan­ken – der Ham­mer ist schwer, ich könn­te ihn jetzt los­las­sen;

auf Gefüh­le – ham­mern ist lang­wei­lig, ich bin hungrig;

 

Ja und was dar­an ist nun kostbar?

Das Leben nach mei­nen eige­nen Vor­stel­lun­gen, Wün­schen und Bedürf­nis­sen zu gestal­ten, erfor­dert die Fähig­keit Gedan­ken, Prä­gun­gen, Struk­tu­ren, Gewohn­hei­ten, Glau­bens­sät­zen, etc. bewusst wahr­neh­men zu können.

Erst durch das Wahr­neh­men des­sen, was mir z. B.  mein Kopf den gan­zen Tag erzählt, wie sich mei­ne Prä­gun­gen in Bezie­hun­gen aus­drü­cken oder wie sich mei­ne Ver­hal­tens­mus­ter unter Stress zei­gen, habe ich die Wahl zur Ver­än­de­rung. Ich kann also den Ham­mer erst dann los­las­sen, wenn ich weiß, dass ich ihn halte. 

Stress­ver­schär­fen­de Gedan­ken, Ver­hal­tens­mus­ter und Prä­gun­gen die mir selbst und ande­ren scha­den, etc. all das, kann ich erst adäquat ver­än­dern, wenn ich sie erkannt habe. Dafür braucht es nun die Achtsamkeit.


Die Schu­lung der Acht­sam­keit beginnt bei der Kör­per­wahr­neh­mung, geht wei­ter zur Erfor­schung von Gedan­ken und Gefüh­len und lehrt uns Präsenz.


Was ist nährend?

Was bringt Freu­de, Gesund­heit und Wohl­erge­hen für mich und mein Umfeld? Das sind die zen­tra­len Fra­gen wel­che sich durch die Schu­lung von Acht­sam­keit in den Vor­der­grund rücken. 


Unwei­ger­lich kommt man vom ICH zum DU und wei­ter zum WIR!

Acht­sam­keit schenkt uns Frei­heit und Frieden!

Frei­heit zu wäh­len, wel­chen Weg ich ein­schla­ge, von Augen­blick zu Augen­blick! Der Geist wird durch Medi­ta­ti­on und Acht­sam­keits­pra­xis geschult.

Frei­raum und Klar­heit im Geis­te för­dern klu­ge Ent­schei­dun­gen, Mit­ge­fühl für sich und ande­re beflü­geln das Herz!


Das ist das Geschenk der Achtsamkeit!

MEI­NE PER­SÖN­LI­CHEN ERFAH­RUN­GEN MIT MEDI­TA­TI­ON & ACHTSAMKEIT

DER WERT VON ACHT­SAM­KEITS­PRA­XIS UND MEDITATION

Kaum etwas hat so eine nach­hal­ti­ge und ver­än­dern­de Wir­kung auf Men­schen, wie Medi­ta­ti­on oder Acht­sam­keit und wird gleich­wohl so unter­schätzt. Wahr­schein­lich liegt es dar­an, dass es ein­fach anmu­tet Medi­ta­ti­on zu erler­nen – sit­zen und nichts tun. Sich in Acht­sam­keit oder Medi­ta­ti­on zu ver­tie­fen, ist aber alles ande­re als ein­fach. Der rege Geist fin­det es näm­lich unheim­lich lang­wei­lig und hört nicht auf, Vor­schlä­ge für ver­meint­lich „sinn­vol­le­re“ Akti­vi­tä­ten zu unter­brei­ten oder aber, er bom­bar­diert uns mit Gedan­ken über dies und das und sonst noch was, dass einem schwin­de­lig wird und von Frie­den, Ruhe oder Stil­le – weit und breit kei­ne Spur.  Nicht sel­ten ersterben so die ers­ten zag­haf­ten Ver­su­che Medi­ta­ti­on oder Acht­sam­keits­pra­xis zu ler­nen, beson­ders wenn man es ohne pro­fes­sio­nel­le Anlei­tung ler­nen will.

Wozu also soll­te man sich die­sem Pro­zess eigent­lich hin­ge­ben? Wel­che Früch­te brin­gen die­se Jahr­tau­sen­de und in unter­schied­lichs­ten Kul­tu­ren prak­ti­zier­ten Tech­ni­ken? Unzäh­li­ge wis­sen­schaft­li­che For­schungs­er­geb­nis­se bele­gen die wohl­tu­en­de, stress­re­du­zie­ren­de und all­ge­mein gesund­heits­för­dern­de Wir­kung von Acht­sam­keits- und Medi­ta­ti­ons­pra­xis. Hier sei­en nur eini­ge Grün­de auf­ge­zählt, wofür es sich lohnt durch die Start­schwie­rig­kei­ten durchzutauchen:

Sie redu­ziert

  • Stress­ef­fek­te
  • psy­chi­sche Sym­pto­me wie z. B. Angst, Depres­si­on, Grübeln
  • Sub­stanz­ab­hän­gig­keit und Essstörungen
  • Alte­rungs­pro­zes­se

ver­bes­sert

  • sub­jek­ti­ves Wohl­be­fin­den und objek­tiv die Gesundheit
  • Resi­li­enz und Immunfunktionen
  • Schlaf­qua­li­tät
  • Auf­merk­sam­keit
  • Impuls- und Aggressionskontrolle
  • Selbst­für­sor­ge
  • Mit­ge­fühl
  • Bezie­hungs­kom­pe­ten­zen

Irgend­wo habe ich ein­mal den klu­gen Satz gele­sen: „Wäre Medi­ta­ti­on eine Pil­le, sie wäre die meist ver­kauf­te der Welt.“ War­um schie­ßen dann Medi­ta­ti­ons­zen­tren nicht wie die Schwam­merl aus dem Boden, war­um ler­nen wir sie nicht schon in der Volksschule?

Ich den­ke dafür gibt es meh­re­re Grün­de:
Einen Grund sehe ich dar­in, dass es Geduld braucht. Genau­so wie man nach einem Tag des Ski fah­ren ler­nens nicht davon aus­ge­hen kann an sel­bi­gem durch den Tief­schnee zu wedelt, so nascht man von den Früch­ten der Medi­ta­ti­on auch nicht nach einem besuch­ten Medi­ta­ti­ons­kurs. Es ver­langt Aus­dau­er und – ich wür­de sogar sagen, eine gewis­se Stur­heit – bis man für die Dis­zi­plin die man auf­ge­bracht hat, belohnt wird. Es sei denn, der eige­ne Lei­dens­druck ist hoch und man ver­spricht sich viel von der zu erzie­len­den Wirkung.

Ein wei­te­rer Grund ist wohl, dass sobald das Wort Medi­ta­ti­on fällt, ein Bild eines im Voll­lo­tos sit­zen­den Bud­dha vor dem inne­ren Auge auf­ploppt und der Bud­dhis­mus nicht jeder­mann oder ‑frau anspricht oder man denkt ganz ein­fach: „So eine Sitz­hal­tung kann ich nie im Leben einnehmen!“.

Medi­ta­ti­on wird also mei­ner Erfah­rung nach mit einer Reli­gi­on oder spi­ri­tu­el­len Aus­rich­tung ver­bun­den. Oder man hat aber die Idee man müss­te in der Lage sein, am Boden sit­zend sei­ne Bei­ne in absur­der Wei­se ver­kno­ten zu kön­nen. Auch das kann eine Hür­de sein.

Dabei geht es bei der Medi­ta­ti­on weder um eine spe­zi­el­le reli­giö­se Aus­rich­tung, noch um kör­per­li­che Ver­ren­kun­gen. Genau genom­men geht es dar­um, das zu erken­nen, was uns alle eint, was uns allen zuei­gen ist und auch das Herz­stück jeder Reli­gi­on dar­stellt. Es geht letzt­end­lich, nebst den gan­zen sehr beacht­li­chen und posi­ti­ven „Neben­wir­kun­gen“ dar­um, das Gött­li­che zu erken­nen, in sich und in allem. Dafür muss man weder Bud­dhist, Hin­du­ist und auch sonst kein …IST oder ….ISTIN sein.

Alles was eng und ange­spannt ist in uns, weicht der unend­li­chen Wei­te, Klar­heit und Stil­le des Rau­mes. Alles was angst­voll, ange­spannt, ver­zwei­felt oder depres­siv in uns ist, fin­det Frie­den, Lie­be und Ver­bun­den­heit….  Ist das nicht groß­ar­tig? Ist das nicht ganz außer­or­dent­lich wun­der­bar? Ist das nicht wirk­lich gro­ße Gna­de? Und das Aller­bes­te: Jede und jeder hat Zugang zu die­sem Erfah­ren. Es ist prak­tisch in uns ange­legt und war­tet nur dar­auf ent­deckt zu wer­den. Und all das sind kei­ne lee­ren Wor­te, denn ich habe es am eig­nen Leib erfahren.

Mei­ne Rei­se begann als jun­ge Erwach­se­ne, die das Leben Jahr­zehn­te lan­ge als Stra­fe vor­kam, gepei­nigt von immer wie­der­keh­ren­den star­ken Depres­sio­nen, Angst­zu­stän­den und Dis­so­zia­ti­on, mich oft fra­gend, ob ich jemals eine Chan­ce auf ein Leben haben könn­te, in dem ich Freu­de und Dank­bar­keit dar­über emp­fin­den wür­de. Die­ser enor­me Lei­den­druck ließ mich auf die Suche machen, nach Sinn­haf­tig­keit und nach Men­schen die sie gefun­den hat­ten. Und ich wur­de fündig!

Sehe ich zurück auf mein Leben, mei­ne psy­chi­sche Ver­fas­sung und mei­ne Ein­stel­lung zum Leben vor noch 10 Jah­ren im Ver­gleich zu heu­te, könn­te ich wei­nen vor Freu­de und Dank­bar­keit. Es brauch­te viel Mut, viel Durch­hal­te­ver­mö­gen, viel Glück und Gna­de, mei­ne Fami­lie und Freun­de und mei­ne wei­se und lie­be­vol­le Leh­re­rin Pyar, um heu­te so dazu­ste­hen wie ich daste­he: mit einem gro­ßen Lächeln im Gesicht und Trä­nen in den Augen vor Dankbarkeit!

So wer­de ich ein­fach nicht müde Medi­ta­ti­on und die dazu­ge­hö­ren­de Acht­sam­keits­pra­xis zu hul­di­gen und mich tief vor ihr zu ver­nei­gen. Natür­lich gilt mei­ne Dank­bar­keit und Ver­nei­gung auch all jenen wei­sen und mit­füh­len­den Leh­re­rin­nen und Leh­rern, denen es am Her­zen liegt die­ses Wis­sen mit all ihren kost­ba­ren Früch­ten zu verbreiten.

Ange­bo­te dazu fin­det ihr hier:
https://www.zentrum-sonnendeck.at/event-directory/

YOGA UND DIE WECH­SEL­JAH­RE – IDEEN & ANREGUNGEN

Tra­ri, tra­ra, schon sind sie da, …. die Wech­sel­jah­re. In mei­ner Aus­bil­dung zur Luna Yoga Leh­re­rin zeig­te ich nicht son­der­lich viel Inter­es­se an dem The­ma Yoga und Wech­sel­jah­re, stand ich doch damals in den Kin­der­schu­hen mei­ner Mut­ter­schaft und die Wech­sel­jah­re noch in einem ande­ren Kapi­tel mei­nes Lebens. Aber nun ist es so weit!

Was mir von der Luna Yoga Aus­bil­dung bei Adel­heid Ohlig hän­gen blieb, sind ihre Wor­te, dass die Wech­sel­jah­re im Leben einer Frau eine ganz beson­de­re Zeit sind. Eine Zeit dafür, sich neu zu ent­de­cken, eine Zeit Bilanz zu zie­hen – „Wo ste­he ich und wo will ich eigent­lich hin?“ – und eine Zeit, sich wie­der mehr den eige­nen Bedürf­nis­sen und Träu­men zu wid­men. Und so es das Leben gera­de gut mit einem meint, wird auch wie­der mehr Frei­raum ver­füg­bar. Ja und das Leben meint es gera­de gut mit mir und so sprie­ßen Ideen, wie die­se hier, mich inten­si­ver mit dem The­ma Yoga und Wech­sel­jah­re zu befas­sen und euch dar­an teil­ha­ben zu lassen.

Seit nun­mehr über 30 Jah­ren, sind Yoga und Medi­ta­ti­on mei­ne kon­stan­ten Weg­be­glei­ter. Vie­les hat mich in den letz­ten 30 Jah­ren beglei­tet und inspi­riert und mir gute, aber auch weni­ger gute Diens­te erwie­sen. Yoga und Medi­ta­ti­on jedoch, waren mei­ne ste­ten Beglei­ter auf allen Wegen und Umwe­gen und hiel­ten mich immer auf Kurs.

Der spi­ri­tu­el­le Aspekt des Yoga brach­te mir Ant­wor­ten auf wesent­li­chen Fra­gen im Leben und schenk­te mir mehr Klar­heit, Wei­te und Ver­trau­en ins Leben. Der Aspekt der Medi­ta­ti­on, lehr­te mich unter ande­rem Acht­sam­keit, die Schu­lung mei­nes Geis­tes und Selbst­re­fle­xi­on. All die Früch­te der jah­re­lan­gen Pra­xis unter­stüt­zen nun mein Wohl­sein in mei­nem sich wan­deln­den Kör­per. Vie­le Sym­pto­me der Wech­sel­jah­re konn­te ich erst als sol­che iden­ti­fi­zie­ren, nach­dem ich das Buch „Woman on Fire“ von Dr. med. Shei­la de Liz gele­sen hat­te. Wan­dern­de Gelenks- und Mus­kel­schmer­zen, Herz­rhyth­mus­stö­run­gen, Kon­zen­tra­ti­ons­pro­ble­me oder Panik­at­ta­cken hät­te ich zum Bei­spiel nicht den Wech­sel­jah­ren zugeschrieben.

Was den kör­per­be­ton­ten Teil des Yoga angeht, so hat sich mei­ne Pra­xis dahin­ge­hend gewan­delt, nebst der Geschmei­dig­keit und Fle­xi­bi­li­tät, auch die Kraft mei­nes Kör­pers zu stei­gern. Kraft­vol­le Asa­nas für die gro­ßen Mus­kel­grup­pen im Kör­per neh­men mehr und mehr Raum ein, um auch mei­nem ästhe­ti­schen Anspruch der Kör­per­lich­keit gerecht zu werden.

Ein Aspekt des Lebens, dem ich zum ers­ten Mal wäh­rend mei­ner ers­ten Schwan­ger­schaft Beach­tung schenk­te, war die Ernäh­rung. Ich hal­te mich für jeman­den, der sich doch durch­wegs gesund ernährt. Wor­auf es in den Wech­sel­jah­ren so wirk­lich ankommt und wie ich mir die eine oder ande­re Rol­le um die Kör­per­mit­te spa­ren kann, das hat mein Inter­es­se erst jetzt geweckt. Dazu such­te ich mir eine Exper­tin, wel­che mich mit den mir feh­len­den Infos ver­sorgt. Falls auch euch die­ses The­ma inter­es­siert, fin­det ihr hier wei­te­re Infos dazu:
Mag. Car­men Cre­paz, MSc. www.carmencrepaz.com

Eine Idee die mir noch vor­schwebt, ist eine kraft­vol­le Yoga­se­quenz, beson­ders für Frau­en in den Wech­sel­jah­ren zusam­men­zu­stel­len. Das wird dann der nächs­te Streich und folgt – nein, nicht sogleich, aber demnächst!

Soll­test du Inter­es­se am geis­ti­gen und medi­ta­ti­ven Aspekt des Yoga und des­sen Früch­ten haben, kann ich dir jetzt schon etwas anbieten:

  • Ein­zel­stun­den zu den The­men Yoga, Medi­ta­ti­on, Acht­sam­keit, Stress­be­wäl­ti­gung, Geis­tes­schu­lung, Selbst­für­sor­ge und Selbst­re­fle­xi­on kannst du buchen unter: office@zentrum-sonnendeck.at
  • Acht­sam­keits­pra­xis – Zeit zum Auf­tan­ken fin­det 4 x im Jahr statt und die
    aktu­el­len Ter­mi­ne fin­dest du hier:
    https://www.zentrum-sonnendeck.at/event-directory/
  • Der 8-wöchi­gen MBSR-Min­duful­ness Based Stress Reduc­tion-Kurs fin­det ein­mal jähr­lich im Jän­ner statt und ist eine inten­si­ve Rei­se zu dir selbst, wo es sich gezeigt hat, dass die­se Jah­res­zeit sehr geeig­net dafür ist. Im Kurs hast du die Gele­gen­heit dei­ne Gewohn­hei­ten und Prä­gun­gen zu erfor­schen, um schlech­te durch för­der­li­che ersetz­ten zu ler­nen. Du befasst dich mit den The­men der Stress­psy­cho­lo­gie, der Acht­sam­keit, der Kom­mu­ni­ka­ti­on und Selbst­für­sor­ge. Eine Rei­se die sich lohnt. Kaum eine Rei­se hat so vie­le posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf dein Leben, trau ich mich zu behaup­ten.
    Mehr dazu unter: https://www.zentrum-sonnendeck.at/angebote‑2/mbsr/

Wis­sens­wer­tes zu den The­men Wech­sel­jah­re, Ernäh­rung, Spi­ri­tua­li­tät, MBSR, Acht­sam­keit, Medi­ta­ti­on und Yoga fin­dest du hier:

WIE KANN ICH DIE WELT SCHÖ­NER MACHEN?

Als ich kürz­lich bei einer Online-Leh­re­rIn­nen­fort­bil­dung einen Vor­trag von Dr. Dr. Prof. Läng­le hör­te, traf mich eine Aus­s­sa­ge ganz beson­ders. Der Herr Pro­fes­sor – ein alter Mann – hat­te frü­her eng mit Vik­tor Frankl zusam­men­ge­ar­bei­tet. In dem Vor­trag ging es um das The­ma Kri­se und dem Umgang damit. Eine ganz wesent­li­che Fra­ge die man sich in Kri­sen, aber auch ganz all­ge­mein, als Mensch immer wie­der stel­len soll­te lautet:

„Wie kann ich die Welt schö­ner machen?“

„Was braucht die Welt von mir?“

„Wie kann ich einen Bei­trag leis­ten, für ein bes­se­res Leben?“

Beson­ders in Anbe­tracht der Tat­sa­che, dass Men­schen wie Vik­tor Frankl und der Herr Läng­le den 2. Welt­krieg oder sogar ein KZ über­lebt haben, fin­de ich die­se Aus­sa­ge doch um so ver­blüf­fen­der. Es wäre doch viel nahe­lie­gen­der zu sagen:
„Was kann die Welt für mich tun?“ oder

„Jetzt bin ich mal an der Reihe!“

und sich frus­triert und depri­miert dem Welt­schmerz hinzugeben?

Auch Men­schen wie der Dalai Lama oder Thich Nah Than, wel­che gro­ßes Leid mit­er­lebt haben, wur­den inner­lich nicht gebro­chen und mutier­ten nicht zu frus­trier­ten, ver­bit­ter­ten Men­schen. Das fin­de ich soooooooooo erstaunlich!!!!

Und es gibt nichts in der Welt was mich sosehr moti­viert wei­ter zu ler­nen und zu rei­fen wie sol­che Menschen.

DAS DILEM­MA MIT DER KOMMUNIKATION

Im Rah­men mei­ner MBSR Aus­bil­dung befas­se ich mich gera­de mit dem The­ma Kom­mu­ni­ka­ti­on und das Leben bie­tet mir genug Anschau­ungs­ma­te­ri­al. Grund­le­gen­de Gut­heit ist uns allen zu eigen, kei­ner sucht wil­lent­lich Streit und Leid und doch kommt es in zwi­schen­mensch­li­chen Bezie­hun­gen ganz schnell dazu. Wor­an liegt das?

Mit die­ser Fra­ge habe ich mich heu­te Nacht sehr inten­siv aus­ein­an­der­ge­setzt und am Mor­gen gemein­sam mit mei­nem Mann dar­über reflek­tiert. Als Men­schen sind wir in unse­rer Wahr­neh­mung der Welt und unse­rer Mit­men­schen gegen­über lei­der total unob­jek­tiv, sprich abso­lut sub­jek­tiv. Mit man­chen Men­schen stellt das kein Pro­blem dar, mit ande­ren kann sich eine gan­ze Tra­gö­die dar­aus ent­wi­ckeln. Wir sind so sehr gefan­gen in unse­rer Sicht der Din­ge, dass es uns ganz ein­fach nicht mög­lich ist objek­tiv zu sein. Ohne jeg­li­che böse Absicht, ohne es zu wol­len, schlit­tern wir so immer wie­der ins Dilem­ma. Das ist echt ein Dra­ma und total trau­rig!  Wie viel Leid wür­den wir uns selbst und ande­ren erspa­ren, könn­ten wir nur über unse­ren eige­nen Tel­ler­rand blicken!

Die gute Nach­richt ist, man kann es mehr und mehr ler­nen. Men­schen wie Tara Brach mit der RAIN-Metho­de oder Byron Katie mit „The Work“ haben groß­ar­ti­ge und ein­fa­che Metho­den ent­wi­ckelt, wel­che uns hel­fen – selbst unter größ­tem Stress und emo­tio­na­ler Bedro­hung – hand­lungs­fä­hig und vor allem empa­thisch zu bleiben.

Neu­ro­bio­lo­gisch fin­de ich es ja höchst inter­es­sant, dass unser Gehirn unter Stress auf Auto­pi­lot schal­tet und dann nur mehr: kämp­fen – flüch­ten oder erstar­ren mög­lich ist. Kei­ne Chan­ce auf die gro­ße Band­brei­te unse­rer Weis­heit und Intel­li­genz mehr zuzu­grei­fen, denn wenn das Rep­ti­li­en­hirn aktiv ist, muss es schnell gehen, geht es doch dort ums Umber­le­ben. Was Tara Brach in einem ihrer Vor­trä­ge auch so wun­der­bar beschreibt ist, dass es uns in die­sem geis­ti­gen Zustand nicht nur nicht mehr mög­lich ist klar und objek­tiv zu den­ken, son­dern wir auch nicht mehr in der Lage sind empa­thisch zu sein. Wir kön­nen uns nicht mehr in ande­re Men­schen hin­ein­ver­setz­ten. Kein Mit­ge­fühl oder Mit­leid ent­schlüpft mehr unse­ren Gehirn­win­dun­gen, bis wir aus dem fight free­ze-flight Zustand wie­der aus­ge­spuckt werden.

Gera­de jetzt zu die­ser Zeit der äuße­ren Unru­hen und Ver­un­si­che­run­gen, lässt sich gut erken­nen, wie blank unse­re Ner­ven lie­gen, wie unend­lich gefor­dert wir gera­de sind und was uns gera­de alles abver­langt wird. Um so mehr lau­fen wir Gefahr so star­kem emo­tio­na­len Druck aus­ge­setzt zu wer­den, dass wir in den geis­ti­gen Not­zu­stand kom­men und unser Hirn in den Alarm­mo­dus wechselt.

Je geüb­ter wir in Acht­sam­keit und Selbst­re­fle­xi­on sind, je mehr wir die Gele­gen­heit haben mit ande­ren Men­schen dar­über zu reflek­tie­ren, des­to mehr Selbst­er­kennt­nis und Hand­lungs­spiel­raum gewin­nen wir. Auch wer­den wir ein­fach schnel­ler im Erken­nen unse­rer eige­nen Ver­hal­tens­stra­te­gien. Es beginnt viel­leicht bei einer Art „Wursch­tig­keit“, geht wei­ter zu Ableh­nung, bis hin zu Wut, Ärger oder Angriff.

Die­se Sta­di­en bin ich heu­te in der Nacht alle durch­lau­fen. Mein Kie­fer spann­te sich an und ich biss die Zäh­ne zusam­men, mein Herz ras­te, wur­de hart und ver­stei­nert. Und irgend­wann kam dann der Augen­blick wo ich mir dach­te: „Lie­ber Gott! Um alles in der Welt, lass mich nicht ver­bit­tern und hart und böse wer­den. Lass mich den Schmerz füh­len, den mei­ne Unzu­läng­lich­keit und die Unzu­läng­lich­keit mei­ner Mit­men­schen in mir aus­lö­sen! Lass die Trä­nen über mei­ne Wan­gen rin­nen, damit sie bis auf mein Herz trop­fen und es wie­der rei­ni­gen und gie­ßen, auf dass Hei­len­des und Freud­vol­les dar­aus her­vor­ge­hen mag. Für mich und mei­ne Mitmenschen!“

DIE RADI­KA­LI­TÄT DER AUS­SA­GE: ANER­KEN­NEN WAS IST

DIE RADI­KA­LI­TÄT DER AUS­SA­GE: ANER­KEN­NEN WAS IST…

Vor Jah­ren hör­te ich Eck­hart Tol­le schon davon reden, wie wich­tig und klug es ist, den Augen­blick genau­so anzu­neh­men, wie er sich in die­sem Moment zeigt. Auch in mei­nen Kur­sen bil­det das Bemü­hen des Anneh­mens um den Moment – freud­voll oder leid­voll, ange­nehm oder unan­ge­nehm – die Basis jedes Acht­sam­keits­trai­nings oder Medi­ta­ti­on. Ich den­ke, bewusst übe ich mich seit über 20 Jah­ren dar­in, mit mehr oder weni­ger Erfolg. Die vol­le Trag­wei­te die­ser Pra­xis wird mir aber gera­de jetzt so rich­tig bewusst.

Was bedeu­tet es also kon­kret den Moment anzu­er­ken­nen wie er ist?

·      Es heißt zum Bei­spiel all die Gefüh­le, Gedan­ken und alle ande­ren Emp­fin­dun­gen die durch die eben ver­häng­ten Coro­na-Maß­nah­men in mir hoch­kom­men zuzu­las­sen und sie in ihrer vol­len Wucht zu spü­ren. Die Angst um die Zukunft, die Ver­un­si­che­rung, den Ärger, das Wür­gen im Hals, den Druck in der Magen­ge­gend, das Mit­ge­fühl mit ande­ren Kol­le­gIn­nen und ande­ren Selbständigen,.

·      Es bedeu­tet auch in Kon­flik­ten mit unse­ren Mit­men­schen deren Mei­nung und Stand­punkt zu 100% anzu­er­ken­nen als ihre Wahr­heit, mag sie mir selbst auch noch so abstrus, falsch oder abar­tig vor­kom­men und das mei­ne Lie­ben fin­de ich über­haupt eine der höchs­ten Künste!!!

·      Auch heißt es Schmer­zen aller Art für den Moment anzu­er­ken­nen ohne in Wider­stand, Ableh­nung und Trotz zu ver­fal­len, denn sind wir uns ehr­lich, hat das irgend­je­man­den schon ein­mal geholfen?

Was es aber abso­lut nicht bedeu­tet ist, sich dann ein­fach lethar­gisch im Sofa ver­sin­ken zu las­sen, so nach dem Mot­to: „Ist ja eh alles Wurscht!“ Genau das heißt es nicht. Den Moment anzu­er­ken­nen heißt nicht sei­ne Klug­heit und Weis­heit auch wei­ter­hin für sich selbst und ande­re zu nut­zen. Und es bedeu­tet auch nicht, dass Miss­stän­de glo­bal oder im pri­va­ten Mit­ein­an­der nicht ganz kla­re Kon­se­quen­zen mit sich brin­gen. Ja und blöd wäre ich, nicht bei Zahn­schmer­zen mir schleu­nigst einen Ter­min beim Zahn­arzt aus­zu­ma­chen und mög­lichst noch ein Schmerz­mit­tel zu neh­men. Den Augenblich in sei­ner gan­zen Wucht anzu­er­ken­nen, so schwer uns das auch fal­len mag, hat rein gar nichts mit Mär­ty­rer­tum zu tun!!!!

Was ich gera­de am eige­nen Leib erfah­re, ist die­ses hin und her geris­sen sein zwi­schen inne­rem Wider­stand, gepaart mit toben und wütend-sein, und mich in die­ses inne­re und äuße­re Cha­os hin­ein­zu­ent­span­nen, mein Hirn zu benüt­zen und nach gang­ba­ren Lösun­gen zu suchen. Sobald mir das gelingt wird es wie­der weit in mir, tritt ein Gefühl von Frie­den und Frei­heit ein, fühl ich mich wie­der in mei­ner Kraft und Macht, in mei­ner Selbst­er­mäch­ti­gung – ich lie­be die­ses Wort!!!! –  und das wün­sche ich uns allen von Herzen!!!!

Eure Nity­a­nan­da

EINEN GUTEN UMGANG MIT STRESS UND BELAS­TEN­DEN SITUA­TIO­NEN FINDEN

„ZWI­SCHEN REIZ UND REAK­TI­ON LIEGT EIN RAUM.“ – EINEN GUTEN UMGANG MIT STRESS UND BELAS­TEN­DEN SITUA­TIO­NEN FINDEN

Die­ses Wochen­en­de hat­ten wir wie­der einen MBSR-Aus­bil­dungs­block („Stress­be­wäl­ti­gung durch Acht­sam­keit“). Es ging um das The­ma Stress und wie man ler­nen kann gut damit umzugehen.

Sobald wir in Stress gera­ten wird´s eng. Ich den­ke die Erfah­rung ist uns allen bekannt. Es kommt zu kör­per­li­chen Reak­tio­nen, wie beschleu­nig­ter Herz­schlag, Druck im Brust­raum, Schwit­zen, etc… Das kla­re Den­ke wird erschwert und auf die eine oder ande­re Art füh­len wir uns in die Enge getrie­ben. Der Kör­per ver­sorgt uns mit zusätz­li­cher Ener­gie in Form von Adre­na­lin, um uns auf Kampf, Flucht oder Erstar­rung vor­zu­be­rei­ten. Nur, wie oft kommt es vor, dass wir wirk­lich die Bei­ne in die Hand neh­men müs­sen und um unser Leben ren­nen oder die Fäus­te bal­len und zuschla­gen? Wohl eher selten.

Was also geschieht ist, dass ein Stress­aus­lö­ser bei den meis­ten Men­schen unmit­tel­bar zu einer Stress­re­ak­ti­on führt. Die­ses fast zeit­glei­che Auf­tre­ten akti­viert den „Auto­pi­lo­ten“ – was ja, wenn uns ein Säbel­zahn­ti­ger gegen­über­steht, von unschätz­ba­rem Wert ist. Da gilt es kei­ne Zeit zu ver­lie­ren. Weni­ger sinn­voll ist der Auto­pi­lot jedoch, wenn anstel­le des Säbel­zahn­ti­gers unse­re Che­fin vor uns steht und wir nun damit beginn vor ihr davon­zu­lau­fen oder noch schlim­mer, über sie her­zu­fal­len. Weder die eine noch die ande­re Reak­ti­on wird auf gro­ße Akzep­tanz oder auf Ver­ständ­nis sto­ßen. Da kommt die Schock­star­re wohl am bes­ten an. Was also tun, wenn die archai­schen Über­le­bens­mus­ter – wel­che Stress in uns her­vor­ru­fen – zu wir­ken beginnen?

Die Kunst liegt dar­in einen zeit­li­chen Abstand zwi­schen Stress­aus­lö­ser und Stress­re­ak­ti­on zu brin­gen. Wie machen wir das? Da kommt nun die Acht­sam­keit ins Spiel.

Das Geschenk einer geschul­ten Acht­sam­keit liegt eben genau dar­in, eine Lücke zwi­schen dem stress­aus­lö­sen­den Moment z. B. eine schimp­fen­de Che­fin und der unse­rer Reak­ti­on dar­auf, zu schaf­fen. Je geüb­ter wir sind uns selbst wahr­zu­neh­men, Gefüh­le, Gedan­ken oder Kör­per­re­ak­tio­nen bewusst zu beob­ach­ten, des­to grö­ßer wird die Lücke zwi­schen den bei­den Polen. Ein tie­fes Durch­at­men, ein bewuss­tes Spü­ren was gera­de vor sich geht, deak­ti­viert den Auto­pi­lo­ten und bringt Hand­lungs­spiel­raum. Nun kom­men wir wie­der in der Lage aus dem Vol­len zu schöp­fen und bedacht zu han­deln, Empa­thie uns selbst und auch der Che­fin gegen­über zu emp­fin­den und uns selbst zu regu­lie­ren. Das Gehirn funk­tio­niert wie­der und gibt Zugriff auf alle Area­le frei, wel­che der Stress vor­hin lahm­ge­legt hat­te und es ist  wie­der mög­lich auf die Lage ange­mes­sen zu reagie­ren, anstel­le aus der Not – her­aus mit akti­ven Rep­ti­li­en­hirn – zu agieren.

Vik­to­re Frankl hat hier­zu ein Zitat:

„Zwi­schen Reiz & Reak­ti­on liegt ein Raum. In die­sem Raum liegt unse­re Macht zur Wahl unse­rer Reak­ti­on. In die­ser Reak­ti­on liegt unse­re Ent­wick­lung und unse­re Freiheit.“

Die­se Lücke zu ver­grö­ßern oder über­haupt ein­mal in die Lage zu kom­men sie wahr­zu­neh­men braucht Übung. Acht­sam­keits­schu­lung und Medi­ta­ti­on bil­den die Grund­la­ge dafür. Die­se Jahr­tau­sen­den alten und erprob­ten Metho­den ermäch­ti­gen uns zu freie­rem Han­deln und Den­ken. Ist das nicht wun­der­bar? Alles was mich dar­in unter­stützt in die Eigen­ver­ant­wor­tung zu kom­men, mei­ne Selbst­wirk­sam­keit zu stei­gern und mir mehr Wahl­mög­lich­kei­ten in mein Leben bringt, fin­de ich ganz wundervoll.

Ein sehr durch­dach­tes, aus­ge­klü­gel­tes und nun­mehr sehr lan­ge erprob­tes Kon­zept hat John Kabat Zinn in den 70er Jah­ren mit sei­ner MBSR Metho­de ent­wi­ckelt. Die­ser 8‑Wo­chen-Kurs befä­higt uns nach­hal­tig Acht­sam­keit auf unter­schied­lichs­ten Ebe­nen zu erler­nen und zu erfah­ren. Durch das regel­mä­ßi­ge Übungs­pro­gramm wel­ches 8 Wochen lang täg­lich prak­ti­ziert wird, ver­än­dern sich die Ver­hal­tens­wei­sen und Gewohn­hei­ten maß­geb­lich, so dass ein völ­lig neu­er Umgang mit Stress und den Her­aus­for­de­run­gen im All­tag ermög­licht wird.

Mehr Infos zu MBSR Kur­sen:
http://www.zentrum-sonnendeck.at/angebote‑2/mbsr/

DEM DRA­CHEN INS AUGE SCHAUEN

Wie befrei­en wir uns von dem Gefühl, dass mit uns oder der Welt etwas nicht stimmt?

Da ich so ange­tan war von dem Video von Tara Brach www.tarabrach.com:

The Heart Cros­ses the Abyss – Three Inner Trai­nings, with Tara Brach
(fin­det ihr auf YouTube)

 und ich die­se drei Trai­nings als über­aus hilf­reich erach­te, habe ich kur­zer­hand eine Zusam­men­fas­sung auf deutsch geschrie­ben. Das soll uns allen dabei behilf­lich sein den Mut auf­zu­brin­gen, uns unse­ren inne­ren Dra­chen zu stel­len, anstel­le wei­ter­hin Reiß­aus zu neh­men oder zu ver­su­chen in zu töten, so wie in den alten Geschich­ten. Ich hof­fe der Bei­trag unter­stütz euch und hilft euch. Die­se Pra­xis kön­nen wir den Rest unse­res Lebens üben, die Dra­chen wer­den ver­mut­lich immer wie­der neue Wege zu uns fin­den. Viel Erfolg beim Üben!

Eure Nity­a­nan­da

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Zusam­men­fas­sung der wich­tigs­ten Inhalte

Gut zu wis­sen! Wir kön­nen nichts für unse­re Gefüh­le und brau­chen uns für sie nicht zu ver­ur­tei­len oder zu schä­men! Wie wir uns aber auf sie bezie­hen liegt in unse­rer Ver­ant­wor­tung – sprich – wie wir mit ihnen umge­hen oder sie ausagieren.

2 gän­gi­ge Lösungsansätze 

  • ent­we­der füh­ren uns schmerz­haf­te Gefüh­le zu einem inne­ren Abgrund, brin­gen uns also in gro­ße ins Not oder aber
  • wir ver­mei­den es die Gefüh­le zu spü­ren, in dem wir uns abtren­nen und dissoziieren.

Je grö­ßer die ver­meint­li­chen Dra­chen erschei­nen, des­to mehr sind wir befan­gen und ver­blen­det und hal­ten sie für die ein­zi­ge Wahr­heit. Das führt zu einer inner­li­chen Kon­trak­ti­on. Wir füh­len uns eng, gefan­gen und wen­den uns gegen uns selbst oder ande­re. So nimmt das Unheil sei­nen Lauf…

Wenn wir unge­übt sind in Acht­sam­keit, ver­lie­ren wir das Wis­sen, um unse­re Zuge­hö­rig­keit, und dar­um wer wir wirk­lich sind. Wir ver­ges­sen die Gegen­wär­tig­keit, unse­re grund­le­gen­de Gut­heit, die Lie­be und das Bewusst­sein. Das ver­grö­ßert unser Gefühl von Tren­nung und wei­ter ver­lie­ren wir die Ver­bin­dung zu unse­rem wah­ren Selbst, zu unse­rer wah­ren Grö­ße und Güte.

Gefüh­len wie Angst, Wut, Eifer­sucht, Scharm, etc. denen wir nicht ins Gesicht schau­en, machen uns gefähr­lich – für uns selbst und die Welt.

Was auch immer in unse­rem Unter­be­wusst­sein an Gefüh­len schlum­mert kon­trol­liert uns! 

Was also tun, wie befrei­en wir uns von unse­ren Dra­chen oder von dem Gefühl, dass mit uns oder der Welt etwas nicht stimmt?

  1. Ler­ne die Gedan­ken und die Geschich­te zu dem Gefühl los­zu­las­sen!
    Der ers­te Schritt besteht dar­in, sich der GEDAN­KEN ÜBER­HAUPT EIN­MAL BEWUSST zu WER­DEN. Das ver­langt ACHT­SAM­KEIT und Übung.
    „ICH BIN NICHT MEI­NE GEDAN­KEN.“;
    „ICH MUSS MEI­NEN GEDAN­KEN KEI­NEN GLAU­BEN SCHEN­KEN!“;
    sind wich­ti­ge Erkennt­nis dabei.
  2. Füh­le die Emo­tio­nen*
    WAS BIN ICH BEREIT ZU SPÜ­REN?
    Es kann hilf­reich sein eine Hand auf´s Herz zu legen. Gefüh­le sind manch­mal wie scheue Tie­re tie­fen im Wald ver­steckt.
    In den Kör­per hin­ein­spü­ren.
    Was braucht jetzt mei­ne Auf­merk­sam­keit?
    *Gefüh­le die mit Trau­ma­ti­sie­run­gen zusam­men­hän­gen nicht in die Tie­fe fol­gen!!! Nur betrach­ten und in Wohl­wol­len halten.
  3. Betrach­te das Gefühl mit Freund­lich­keit
    ICH BIN HIER. ICH KÜM­ME­RE MICH. ICH BIN INTER­ES­SIERT AN DIR.
    Was braucht es gera­de? Immer wie­der frisch betrach­ten, wie beim Dämo­nen­füt­tern: Was brauchst du von mir?
    Was wür­de ich eine Freun­dIn bit­te jetzt für mich zu tun?
    Wie könn­te sie mir helfen?

ZUM SCHLUSS WER­DE DIR BEWUSST, WIE VIE­LEN ANDE­REN MEN­SCHEN ES GENAU SO ERGEHT, DIE SICH AUCH SO FÜH­LEN WIE DU UND NIMM SIE MIT IN DEIN HERZ!

Be Here Now

Die Kost­bar­keit der Gegenwärtigkeit

Die Grund­la­ge für jedes Ler­nen, jede Ver­än­de­rung und jeg­li­che Erkennt­nis, wel­che uns zu einem guten und freud­vol­len Leben ver­hel­fen kann ist ACHT­SAM­KEIT, das Bewusst­sein des­sen, was in die­sem Moment vor sich geht. Das bezieht alle Ebe­nen mit ein – die geis­ti­ge, emo­tio­na­le und kör­per­li­che Ebe­ne. Nur wenn ich mir mei­ner Gedan­ken, Gefüh­le und Emp­fin­dun­gen bewusst bin, kann ich mich auch ent­schei­den, wie ich damit umge­he, wie ich reagie­re. Solan­ge sich all die­se Pro­zes­se in unse­rem Unter­be­wusst­sein abspie­len, beherr­schen sie uns und mani­pu­lie­ren auf unge­woll­te und oft nega­ti­ve Wei­se unser Han­deln. Das führt uns und ande­re ins Leid.

Die Schu­lung der Acht­sam­keit – wel­che auch Bestand­teil jeg­li­cher Medi­ta­ti­on ist – emp­fin­det unser den­ken­der Geist als ur-lang­wei­lig und sinn­los. Nur dasit­zen und acht­sam zu beob­ach­ten, was an Gedan­ken und Gefüh­len in einem kommt und geht, ist so ziem­lich das letz­te was unse­ren Geist unter­hält. Der will Action, ein biss­chen Dra­ma viel­leicht, aber auf alle Fäl­le ein Bri­se Zer­streu­ung oder aber auf irgend­ei­ne Wei­se gefor­dert werden.

Der Geist ist natür­lich ein ganz wun­der­ba­res Instru­ment, ohne den wir ziem­lich blöd daste­hen wür­den – im wahrs­ten Sinn des Wor­tes -, aber manch­mal kann er uns auch wie ein Klotz am Bein hän­gen oder uns in den Wahn­sinn trei­ben. Dar­um ist es gut ihn zu zäh­men. Ihn an der Hand zu neh­men. Ihm Wert und Aner­ken­nung ent­ge­gen zu brin­gen, aber ihn auch auf sei­nen Platz zu ver­wei­sen. All das lehrt die Medi­ta­ti­on und die Schu­lung der Achtsamkeit.

Und dann wären da auch noch die­se unan­ge­neh­men Gefüh­le oder Erin­ne­run­gen, wel­che wie streu­nen­de Hun­de daher­ge­lau­fe­nen kom­men, bela­den mit Ängs­ten, Sor­gen und Kum­mer und uns den Tag ver­sau­en wol­len. Na wer will denn so was? Lie­ber schnell mal einen Blick auf´s Han­dy oder in den Com­pu­ter….. So ticken wir, zumin­dest ich und viel­leicht ja die eine oder der ande­re von euch.

War­um also soll­te ich mich hin­setz­ten, um zu medi­tie­ren oder Acht­sam­keit zu prak­ti­zie­ren, wo sich doch fast alles in uns sträubt – von den Schmer­zen in den Knien oder den Schul­tern ganz abge­se­hen – war­um um alles in der Welt soll­te man das dann tun???

Ganz ein­fach! Weil wir ansons­ten an unse­rem Leben vor­bei­schram­men wie ein Meteo­rit an der Erde. Weil wir auf Auto­pi­lot vom Kin­der­gar­ten über das Erwach­se­nen­le­ben in die Kis­te fal­len, ohne wirk­lich gelebt zu haben. Weil wir wie Mario­net­ten unse­res Unter­be­wusst­seins agie­ren, wie Gefan­ge­ne unse­rer Kon­di­tio­nie­run­gen und nie die Luft der Frei­heit und der Freu­de voll schnup­pern kön­nen. Das sind doch Grün­de genug, oder?

Ja und wenn ich nun die­sen Mon­key­mind – die­sen Affen in mei­nem Kopf gezähmt habe – was dann? Dann geht es erst so rich­tig los…………….

Dafür gibt es Tipps in wei­te­ren Blcoks:

LEBENS­PRA­XIS – ODER WIE MAN SICH SELBST HEL­FEN LERNT….

TEIL 1: DEM DRA­CHEN INS ANGE­SICHT SCHAUEN – 

Wie befrei­en wir uns von unse­ren inne­ren Dra­chen oder von dem Gefühl, dass mit uns oder der Welt etwas nicht stimmt?